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Ein hilflos wirkendes Wildtier am Wegesrand, schnell ist der Impuls da, sofort einzugreifen. Doch nicht jedes Tier, das allein angetroffen wird, braucht wirklich Hilfe. Wer ruhig und überlegt handelt, hilft am Ende am meisten.

Junger Vogel sitzt geschützt in einem mit Handtuch ausgelegten Karton

Erst beobachten, dann handeln

Viele Jungtiere sind nicht verwaist, auch wenn sie allein wirken. Jungvögel etwa werden oft weiter von den Eltern versorgt, während sie am Boden sitzen. Beobachten Sie das Tier daher zunächst aus einiger Entfernung. Eingreifen sollte man nur, wenn es sichtbar verletzt ist, in akuter Gefahr sitzt oder die Elterntiere über längere Zeit ausbleiben.

Sicher sichern

Ist Hilfe nötig, sichern Sie das Tier vorsichtig mit Handschuhen oder einem Handtuch und setzen es in einen Karton mit Luftlöchern. Der Karton sollte dunkel, ruhig und mäßig warm stehen, das reduziert den Stress erheblich. Vermeiden Sie unnötiges Anfassen und lautes Reden.

Keine Nahrung auf eigene Faust

So gut es gemeint ist: Geben Sie weder Futter noch Wasser, bevor Sie fachkundigen Rat eingeholt haben. Falsche Nahrung kann mehr schaden als nützen, gerade bei jungen oder geschwächten Tieren.

Die richtigen Ansprechpartner

Wenden Sie sich an einen Tierarzt, eine Wildtierauffangstation oder eine Tierrettung in Ihrer Nähe. In der Region Rhein-Neckar gibt es mehrere Anlaufstellen, die im Notfall weiterhelfen oder das Tier übernehmen. Halten Sie Fundort und Zustand des Tieres bereit, das erleichtert die richtige Einschätzung.

Im Zweifel nachfragen

Niemand erwartet, dass Sie als Laie die richtige Diagnose stellen. Ein kurzer Anruf bei einer Fachstelle klärt schnell, ob und wie geholfen werden muss, und schützt sowohl das Tier als auch Sie selbst.