Igel gehören zu den nützlichsten Gartenbewohnern, sie vertilgen Schnecken, Insekten und Würmer und halten so das Gleichgewicht im Beet. Doch ihr Lebensraum wird knapper. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Garten zur sicheren Heimat für die stacheligen Gäste machen.

Wann ein Igel wirklich Hilfe braucht
Gesunde Igel sind nachtaktiv. Ein Tier, das tagsüber teilnahmslos umherläuft, deutlich untergewichtig wirkt oder sichtbar verletzt ist, braucht Unterstützung. Besonders im Spätherbst sind sehr kleine, leichte Igel gefährdet, weil ihnen die Reserven für den Winterschlaf fehlen. Im Zweifel hilft der Rat einer Igel- oder Wildtierstation.
Den Garten igelfreundlich gestalten
Igel lieben naturnahe Gärten. Lassen Sie eine Ecke mit Laub und Reisig liegen, sie bietet Unterschlupf und Material fürs Winternest. Durchgänge in Zäunen von etwa zehn mal zehn Zentimetern verbinden Gärten zu einem größeren Lebensraum.
Gefahrenquellen vermeiden
Mähroboter und Motorsensen sind in der Dämmerung eine ernste Gefahr, mähen Sie daher nicht nachts. Kellerschächte und steile Teichränder sollten gesichert sein, damit kein Tier hineinfällt. Auf Gift gegen Schnecken sollte man verzichten, denn es schadet auch dem natürlichen Schneckenjäger.
Richtig zufüttern
Wer zufüttern möchte, bietet ungewürztes Katzennassfutter und eine flache Schale mit Wasser an. Wichtig: niemals Milch geben, Igel vertragen sie nicht, sie führt zu Durchfall. Eine ruhige, geschützte Futterstelle wird gern angenommen.
Kleiner Aufwand, große Wirkung
Schon eine wilde Ecke und ein Schlupfloch im Zaun machen einen Unterschied. So wird der eigene Garten zum Trittstein in einem Netz aus sicheren Lebensräumen, und der Igel bleibt als fleißiger Helfer erhalten.